Wasserkunst Kaltehofe

Politik

Eines der zahlreichen Schleusenhäuschen
Eines der zahlreichen Schleusenhäuschen
Abseits der Elbbrücken liegt Rothenburgsort und genau hier liegt eines der neuesten Ausflugsziele Hamburgs: Die Wasserkunst Kaltehofe. Hier auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks Kaltehofe eröffnete Hamburg Wasser im September 2011 eine Mischung aus Industriedenkmal, Museum und Naturlehrpfad.
Obwohl ich als Bezirksabgeordneter mit dem Projekt in den letzten Jahren viel zu tun hatte, hab ich es bisher leider nicht nach Kalthofe geschafft. Da aber das Wetter heute zu einem Ausflug einlud, ging es mit dem Fahrrad nun endlich genau dorthin. Ich muss sagen, dass Projekt ist wirklich gelungen. Traumhaft gelegen, an der Billwerder Bucht, ist hier ein Kleinod entstanden, dass in jedem Fall einen Besuch lohnt. Inmitten von Natur und nur 10 Minuten von der Hamburger Innenstadt entfernt erschließt sich hier dem Besucher ein weitläufiger Natur- und Erholungspark.

Insgesamt wurden acht der ehemals 22 Absetzbecken auf vielfältige Weise in die Wasserkunst Kaltehofe integriert. Wo einst die zentrale Wasserversorgung Hamburgs von William Lindley entworfen wurde, kann man nun spazieren und Flora und Fauna beobachten und gleichzeitig etwas über die Filtration des Elbwassers lernen. Das ehemalige Hygieneinstitut im Landhausstil lädt mit einem Café samt Ausstellungs- und Tagungsräumen zum Besuch ein. Hier wird mit zahlreichen dreidimensionalen Objekten die Kultur- und Baugeschichte den Besuchern gezeigt. Lediglich dieser Ausstellungsbereich kostet Eintritt, der Besuch der Außenanlagen ist kostenlos. Das Café bietet alles, was Herz und Magen begehrt.
Das Projekt „Wasserkunst Kaltehofe“ hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nachdem die Anlage 1990 stillgelegt wurde, schlummerte das Gelände über zehn Jahre vor sich hin. Von Anfang 2004 bis September 2005 wurde dann im Auftrag der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte ein „Agenda 21-Prozess“ durchgeführt. Dabei wurde unter Einbezug der Öffentlichkeit zusammen mit einer Lenkungsgruppe des Bezirks ein Nutzungskonzept entwickelt. Aus diesem wurde dann anschließend ein Masterplan entwickelt. Nach vielen weiteren Diskussionen um die Finanzierung und einigem Streit um die Zufahrt zum Gelände, erfolgte dann 2010 der Startschuss. Nach 12 Monaten Bauzeit ist dann dieses einzigartiges Ensemble aus Industriedenkmal, Museum und Naturlehrpfad entstanden. Die Gesamtkosten für die Maßnahme beliefen sich auf rund neun Millionen Euro, die von HAMBURG WASSER und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) getragen wurden. Die BSU erhielt dafür Mittel in Höhe von etwa vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes.
Man sagt ja, „gut Ding, will Weil“, hier hat sich das Warten wirklich gelohnt. Ich kann jedem nur empfehlen, mal an den Elbbrücken in Richtung Kaltehofe abzubiegen. Man kann das Gelände auch wunderbar mit dem Rad anfahren. Hamburg hat damit wirklich ein tolles Ausflugsziel erhalten.
[Website der Wasserkunst Kaltehofe]

1 Gedanke zu „Wasserkunst Kaltehofe“

  1. Ja, das ist ein super Ausflugstip! Ich kenne das schon lange, wegen der Architektur, weil man da Skaten kann und auf dem Steg der Kneipe, die die Binnenschiffer versorgt, wunderbar gen Westen den Sonnenuntergang sehen kann. Auch im Winter bei Schnee sieht´s da wie verzaubert aus und irgendwo gibt´s Glühwein. – Aber die Ausstellung habe ich noch nicht gesehen: also Danke für den Tipp!

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